Welttag der Hauswirtschaft
Menschen ein Zuhause geben – Mein Traumberuf in der Hauswirtschaft

Rosemarie Thalhammer steht neben einem Plakat zum Traumberuf Hauswirtschaft

Rosemarie Thalhammer

"Menschen ein Zuhause geben – Mein Traumberuf in der Hauswirtschaft", lautete das Motto des Welttags der Hauswirtschaft 2020. Egal ob Kinder, Erwachsene oder Menschen in Pflegeheimen, alle haben das Grundbedürfnis auf ein Zuhause. Ein Zuhause, in dem sie sich wohl und sicher fühlen, liebevoll versorgt werden oder selbst bestimmt leben können. Hauswirtschaft bildet dafür die Grundlage.

"Mit der Coronakrise gewinnt das Motto an Aktualität", meint Rosemarie Thalhammer, Schulleiterin der Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, in Landau. Schließlich sollten die Menschen nach Möglichkeit zuhause bleiben. Im Unterricht Anfang März hatten sich ihre Studierenden zum einen mit ihren Vorstellungen vom Traumberuf Hauswirtschaft und zum anderen mit nachhaltiger Verpackung auseinandergesetzt.
Welttag der Hauswirtschaft
Der Welttag der Hauswirtschaft findet jährlich am 21. März statt. 1982 initiierte der internationale Verband für Hauswirtschaft diesen Tag, um die Bedeutung der Hauswirtschaft für die Gesellschaft herauszustellen. Jedes Jahr steht der Tag unter einem anderen Motto.

Traumberuf Hauswirtschaft aus drei unterschiedlichen Perspektiven

Was haben die Studierenden in unserer Schule gelernt, damit sie ihrer Familie ein Zuhause geben können? Wie wollen sie ihr hauswirtschaftliches Wissen und Können in Zukunft privat und beruflich nutzen?
Für alle Studierenden hat sich mit dem Schulbesuch der Blick auf das Zuhause, den Haushalt, das Zusammenleben der Menschen in Familienhaushalten oder Einrichtungen geändert. So beispielsweise auch der Blick auf die ältere Generation bezüglich der Frage: Was kann ich dazu beitragen, hilfsbedürftigen, älteren oder kranken Menschen das Leben angenehmer zu machen? Das Resümee: Hauswirtschaft, richtig gemacht, kommt allen zu Gute – dem Einzelnen, der Familie und der Gesellschaft!
Marina Kohl aus Dingolfing
Marina Kohl, gelernte medizinische Fachangestellte, entschloss sich zum Besuch der Schule, weil sie die anfallenden Tätigkeiten im Haushalt möglichst zügig und effektiv erledigen wollte. "Als berufstätige zweifache, bald dreifache Mama erleichtert es mein Leben unheimlich, dass ich weiß, wie ich meinen Haushalt fachlich richtig führe. Dadurch bleibt mir nach den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten mehr Zeit für meine Familie", meint sie.
Anja Schmalz aus Landau a.d.Isar
Anja Schmalz hat vier erwachsene Kinder und beruflich schon vieles gemacht. Sie will nach dem Schulbesuch ihr Wissen als selbstständige Hauswirtschafterin anwenden. "Menschen brauchen aus unterschiedlichen Gründen Hilfe. Sie sind dankbar, dass ihnen jemand professionell zur Seite steht, den Alltag erleichtert und älteren Menschen ermöglicht, solange wie möglich zuhause zu wohnen", meint sie. Auch junge Familien profitierten: Die Frauen wollten wieder arbeiten, aber trotzdem nicht noch die Doppelbelastung Haushalt auf sich nehmen. "Da kommen wir Hauswirtschafterinnen ins Spiel und können ihnen diesen Service anbieten", so laufe alles nach Plan und die ganze Familie bleibt entspannt.
Katarzyna Steinhuber-Wessel aus Eichendorf
Katarzyna Steinhuber-Wessel aus Eichendorf braucht die Hauswirtschaftsschule für ihre Arbeit in der Kindergartenküche. Die Schule hat Wissen vermittelt, wie sie Menüfolgen planen, Mahlzeiten zubereiten und servieren kann. Ebenso hat sie viel zu Wareneinkauf und Warenlagerung, Ernährung, Gesundheit und Umweltfragen dazugelernt. "Das dient der Organisation der Arbeitsabläufe, der Hygiene und Arbeitssicherheit. Ich bin verantwortungsbewusster geworden. Die ganze Kommunikation und Betreuung der Kinder ist anders und besser geworden. Beruflich und privat hat sich viel verändert. Ich kann die Schule nur weiterempfehlen."
Plakatausstellung zum Beruf auch zum Ausleihen
Mein Traumberuf Hauswirtschafterin heißt auch eine Plakatausstellung, die das Kompetenzzentrum für Hauswirtschaft in Triesdorf entwickelt hat. Elf Frauen und ein Mann haben gerne ihr Gesicht und ihre Geschichte zum Traumberuf in der Hauswirtschaft zur Verfügung gestellt, um andere für die Hauswirtschaft zu begeistern und zu zeigen, wie sie Menschen ein Zuhause geben. Die Ausstellung kann gerne an Schulen ausgeliehen werden, die sich gerade mit der Berufswahl beschäftigen.

Ansprechpartnerin

Rosemarie Thalhammer
AELF Landau a.d.Isar
Anton-Kreiner-Straße 1
94405 Landau a.d.Isar
Telefon: 09951 693-5210
Fax: 09951 693-444
E-Mail: poststelle@aelf-ln.bayern.de
Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, Landau
20 Frauen im Alter zwischen 27 und 57 Jahren besuchen derzeit die einsemestrige Fachschule. Sie haben verschiedenste Berufe, die meisten haben Kinder. Manche nutzen die Elternzeit, um die Schule zu besuchen und dabei praktische Fertigkeiten und ein breites Fachwissen in den Bereichen Hauswirtschaft, Familien- und Haushaltsmanagement zu erwerben.
Viele nutzen ihre neuen Kompetenzen vorrangig im eigenen Haushalt. Einige wollen Hauswirtschaft zu ihrem Beruf machen. Die Hauswirtschaft erlebt derzeit einen Aufschwung und eine große Nachfrage. In Senioreneinrichtungen, der Kita- und Schulverpflegung, in Familien-und Seniorenhaushalten leisten hauswirtschaftliche Fachkräfte wertvolle Arbeit. Hauswirtschaftliches Arbeiten wird als sinnstiftend empfunden. Gutes Essen, gepflegte Wäsche, eine saubere Wohnung und gute Betreuung machen glücklich.